In folgenden Fällen sollten Sie wie folgt verfahren:

Schmerzen

In folgenden Fällen suchen Sie bitte den zahnärztlichen Notfalldienst auf:

  • Ihr Zahn schmerzt auf Wärme, beruhigt sich aber eher bei Kälte (z.B. kalte Getränke).
  • Der Zahn ist druck- und klopfempfindlich.
  • Pochender Schmerz im Rhythmus des Herzschlages.
  • Bei unklarer Schmerzursache.

Nach Zahnbehandlungen wie Kronen- oder Brückenpräparation, Einsetzen von Zahnersatz, Wurzelbehandlung oder Operationen treten mitunter mehr oder weniger starke Schmerzen auf. Falls Sie kein Schmerz-hemmendes Medikament bekommen haben oder falls es Ihnen ausgegangen ist, können Sie in der Apotheke ein Präparat mit einem der folgenden Wirkstoffe kaufen:

  • Ibuprofen 400 mg
  • Für Kinder gibt es Ibuprofen Saft

Achtung: Bitte lesen Sie die Packungsbeilage aufmerksam durch und halten Sie sich an alle Vorschriften! Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt, Zahnarzt oder Apotheker!

Während der Schwangerschaft / Stillzeit dürfen Sie Medikamente nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Zahnarzt einnehmen!

Blutungen

Nach einer Operation oder Zahnextraktion kann es vereinzelt zu Nachblutungen kommen.

Es ist für Sie als Patienten äußerst schwierig, die Menge des Blutverlustes abzuschätzen, da einerseits ein Teil des Blutes geschluckt wird, andererseits das Blut durch den Speichel verdünnt wird. Falls Sie einen größeren Blutverlust befürchten, lassen Sie sich zum zahnärztlichen Notdienst bringen; fahren Sie besser nicht selbst.

Beißen Sie bitte mit mittlerem Druck auf einen sterilen Tupfer aus dem Verbandskasten oder auf ein gerade frisch gebügeltes (dadurch fast steriles), klein zusammengefaltetes Stofftaschentuch und üben Sie damit Druck auf die Wunde aus. Verzichten Sie auf Wundspülungen und ruhen Sie mit möglichst aufrechtem Oberkörper. Sollte die Blutung nach zwei Stunden nicht weitestgehend zum Stillstand gekommen sein, suchen Sie bitte umgehend den zahnärztlichen Notdienst auf.

Schwellungen

Sollten Sie ohne eine vorangegangene Operation eine Schwellung feststellen oder sollte die Schwellung nach dem Verstreichen der drei Folgetage einer Operation erneut stärker werden, suchen Sie bitte den zahnärztlichen Notdienst auf.

Schwellungen nach Operationen lassen sich durch folgende Maßnahmen vermindern:

Kühlen Sie den Bereich der Operation stetig mit einem in Eiswasser getauchten feuchten und kalten Tuch. Um Erfrierungen der Haut zu vermeiden, sollten Sie nicht direkt mit Eis oder Kühlbeuteln kühlen.. Schonen Sie sich, und vermeiden Sie jede Anstrengung. Ruhen Sie nach der Operation mit erhöhtem Oberkörper. Nehmen Sie Ihre Medikamente wie verordnet ein – auch dies hilft Schwellung und Beschwerden zu reduzieren.

Traumatischer Zahnverlust (durch einen Unfall usw.)

Ausgebrochene Milchzähne werden in der Regel nicht wiedereingesetzt. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich bei einem Zahn um einen Milchzahn handelt, verfahren Sie bitte wie bei einem bleibenden Zahn.

Bleibende Zähne:
Ein Zahn, der samt seiner Wurzel ausgebrochen ist, sollte am besten in einer Zahnrettungsbox (in der Apotheke erhältlich) transportiert werden (bis zu 24 Stunden).

Der Zahn darf nicht austrocknen, jede Minute in der Trockenheit schadet! Er sollte möglichst nicht an der Wurzel, sondern nur an der Krone berührt und auf keinen Fall desinfiziert oder gar abgewaschen werden.

Suchen Sie so bald wie möglich einen Zahnarzt auf: In vielen Fällen kann ein Zahn wiedereingepflanzt werden!

Zahnfraktur (-bruch)

Wenn nach einer Zahnfraktur im Zahn ein rotes Pünktchen sichtbar ist, oder der Zahn extrem druckempfindlich ist, sollte möglichst sofort der Zahnarzt aufgesucht werden. Ist das abgebrochene Stückchen klein, kein rotes Pünktchen sichtbar und der Zahn schmerzt nicht, oder nur bei Kälte (Luftzug, kaltes Wasser), können Sie mit dem Zahnarztbesuch ein paar Tage warten (z.B. am Wochenende oder im Urlaub).